Wussten Sie schon, dass... Gesunde Frische Pur
 | In Obst und Gemüse steckt pure Gesundheit. Neben lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen kümmern sich auch so genannte sekundäre Pflanzenstoffe im Hintergrund um unser Wohlbefinden. Dabei gilt: Je öfter Obst und Gemüse verzehrt werden, desto besser für den Körper! |
"5 a day" lautet das Motto für den Obst- und Gemüsegenuss: Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützen drei Portionen Gemüse (375 Gramm, davon die Hälfte roh) und zwei Portionen Obst (250 bis 300 Gramm) pro Tag Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit.
Ob als Rohkost, im Müsli, als Salat oder im Shake: Apfel, Tomate & Co. lassen sich abwechslungsreich in den Speiseplan einbauen. Die Wirkung von Vitaminen und Mineralstoffen ist vielfach nachgewiesen, im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe wie der Flavonoide, Carotinoide und Glucosinolate liegen ebenfalls viele wissenschaftliche Hinweise auf die positive Wirkung vor.
Top Ten der gesunden Frische
Rosenkohl, weil sich das fast unbekannte Vitamin K positiv auf die Knochenbildung auswirken kann
Rosenkohl ist reich an den Vitaminen C, B1 und B2 und besonders an Vitamin-K, das für Blutgerinnung und Knochenbildung von Bedeutung ist. Auch der Eisen-, Kalium-, Kalzium-Gehalt ist beträchtlich. Wie bei allen Kohlsorten (von Blumenkohl über Grünkohl und Kohlrabi bis Wirsing und Sauerkraut) können die Glucosinolate in Rosenkohl Infektionen vorbeugen und die Krebsentwicklung hemmen.
Äpfel, weil sie absolute Gesundheits-Allrounder sind
'An apple a day keeps the doctor away', der Volksmund hat recht: Über 20 wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe, Eisen, Kalzium und Jod, dazu noch Vitamine und Ballaststoffe für die Verdauung stecken in einem einzigen kleinen Apfel. Und mehr noch: Antioxidantien können das Immunsystem unterstützen. Als besonders wirkungsvoll gilt Quercetin aus der Gruppe der Flavonoide. Es kann vor Krebs schützen, aber auch vor Parkinson und Alzheimer. Darüber hinaus soll es Allergien lindern, Herzkreislauferkrankungen vorbeugen und den Cholesterinspiegel senken.
Zwiebeln, weil sie dank des Wirkstoffs Allicin vor Herzinfarkt schützen sollen
Dem Wirkstoff Allicin aus der Gruppe der Sulfide wird nachgesagt, dass er Thrombosen-Bildung verhindert und die Immunabwehr stärkt. Wer Zwiebeln mag, schützt sich also vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Allicin findet sich auch in Porree und Knoblauch, erkennbar am kräftigen Duft. Sulfide haben sich auch als natürliche Mittelchen gegen Infektionen und Entzündungen einen Namen gemacht: Sie bewirken, dass Wunden schneller heilen.
Orangen, weil sie Bakterien und Pilze im Organismus abwehren
Monoterpene sind in vielen Obstsorten aktiv - in Orangen wie auch in Zitronen und Weintrauben: Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle, verantwortlich für Geruch und Aroma, können Bakterien und Pilze abwehren. Zwei bis drei Orangen decken den täglichen Vitamin-C-Bedarf. Der hohe Vitamin P-Gehalt in allen Zitrusfrüchten hat entzündungshemmende Eigenschaften.
Feldsalat, weil er der Vitamin-Star ist
Feldsalat ist die Vitaminspritze unter den Salaten, daher lohnt sich auch das aufwändige Putzen: Er enthält fünfmal soviel Provitamin A wie Kopfsalat und dreimal soviel Vitamin C. Weitere Nährstoffe: Zink, Magnesium, Phosphor, Kalium, Eisen und Vitamin B6 zur Stärkung des Nervensystems sowie Wirksubstanzen aus der Gruppe der Carotinoide, der Flavonoide und Phenolsäuren. Pflanzen enthalten kein verwertbares Vitamin A, sondern die als Provitamin A bezeichneten Carotinoide, die im menschlichen Körper umgewandelt werden. Unter anderem unterstützen sie die Sehkraft und senken den Cholesterinspiegel.
Bananen, weil sie viele lebenswichtige Mineralstoffe enthalten
Die gelben Kraftpakete enthalten viele lebenswichtige Mineralstoffe, darunter Kalium, Magnesium und Fluorid, verschiedene B-Vitamine und Vitamin E. Außerdem sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, Phytosterine und Carotinoide sowie reichlich Ballaststoffe. Auch das Glückshormon Serotonin hat man nachgewiesen, doch in einer Form, die der Körper nicht direkt verwerten kann. Dennoch machen Bananen glücklich, da ihr hoher Kohlenhydratanteil die körpereigene Serotoninproduktion Studien zufolge immerhin unterstützt.
Tomaten, weil sie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können
Bioaktive Inhaltsstoffe wie das Lycopin (ein Carotinoid) und Terpene (pflanzliche Aromastoffe) sollen u.a. vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Frische Tomaten enthalten darüber hinaus 17 Mineralstoffe (u.a. blutdrucksenkendes Kalium) und dreizehn Vitamine - darunter viel Vitamin C, das der Körper nicht aus eigener Kraft erzeugen kann.
Heidelbeeren, weil sie reich an Eisen sind
Frische süße Früchte enthalten viele Anthocyane aus der Gruppe der Flavinoiden - auch bei schwarzen Johannisbeeren und Brombeeren verantwortlich für die rot-violette Beerenfarbe. Heidelbeeren sind reich an Fruchtsäuren, Gerbstoffen, Vitamin C und Mineralstoffen wie z.B. Eisen.
Paprika, weil sie jede Menge Vitamin C enthalten
Flavonoide und Carotinoide, verantwortlich für intensive Rot- und Gelbfärbungen, sind auch in Paprika bioaktiv. Der Vitamin-C-Gehalt aller Sorten ist hoch. Die grüne Paprika speichert ihn am längsten. Für die Schärfe ist ein Capsaicin verantwortlich, das auch gegen Rheuma helfen soll.
Erdbeeren, weil sie viele Mineralstoffe enthalten und darüber hinaus antibakterielle und entzündungshemmende Catechine
Erdbeeren sind ausgesprochen reich an Mineralstoffen und Vitamin C. 150 g der frischen Früchtchen decken den Tagesbedarf. Antibakterielle und entzündungshemmende Catechine (Flavonoide) betätigen sich gemeinsam mit Carotinoiden laut Studien als effektive Immunabwehr und Radikalen-Fänger.
So erhalten Sie die gesunde Frische
- Nur frische und reife Ware verarbeiten.
- Ware möglichst ungeschält anbieten, vorher waschen und abrubbeln: Sekundäre Pflanzenstoffe stecken besonders zahlreich in oder direkt unter der Schale.
- Rohkost bzw. Gemüse nur kurz und schonend garen. Glucosinolate reagieren empfindlich auf Hitze.
- Flavonoide vertragen sich nicht gut mit Milchprodukten.
- Obst und Gemüse nicht im Sonnenlicht (auch nicht in der Wintersonne) lagern. Carotinoide verlieren dort ihre Wirkung.